Rezension: Der Orden- von A.C. Donaubauer

Der Klappentext:

In einem Königreich, in dem man(n) mit Magie nichts Besseres anzufangen weiß, als sich gegenseitig damit zu attackieren hat sich Eryin als einzig weibliche- und deshalb Verborgen lebende- Magerin der Heilkunst verschrieben.

Doch ein Schlag auf den Kopf lässt ihre Tarnung auffliegen, und sie wird zum König verschleppt, der sie daraufhin als Gefangene in der Stadt behält.

Während der Orden der Magier noch rätselt, wie man sie zum Beitritt bewegen könnte, findet Eryn Mittel und Wege, sich gegen ihre Bewacher aufzulehnen.

Besonders gegen Enrie, den zweitstärksten Ordensmagier, der in ihr eine amüsante Abwechslung zu sehen scheint.

 

Das sagt der Buecherwyrm dazu:

Die Welt

Über die Hintergrundwelt erfährt man nicht wirklich was, was ich sehr schade finde. Irgendwie hatte ich das Gefühl den hunderttrölftzigsten Roman aus einer namen- und gesichtslosen 08/15 pseudomittelalterlichen Fantasywelt zu lesen.

Die Charaktere

Mit der Hauptfigur ist der Autorin eine klassische Mary Sue gelungen. Was ist eine Mary Sue?

Das sagt Wikipedia dazu:

Mary Sue ist eine abwertende Bezeichnung für eine weibliche und oft sehr junge Protagonistin, die mit höchst idealisierten Zügen und Charaktereigenschaften dargestellt wird. Sie vertritt moderne Ansichten und zieht in der Handlung das Interesse aller anderen Figuren auf sich (…)
Und was macht Eryn aus meiner Sicht zu einer Mary Sue?

Sie ist eine der stärksten Magierin des Reiches, exzellente Heilerin, Lippenleserin, gutherzig, großzügig, gutaussehend, taff, selbstbewusst, rebellisch, wird eigentlich von allen gemocht und hat eigentlich so gut wie keine negativen Aspekte in/um/an ihrer Persönlichkeit und ihrem Charakter,

Und natürlich die tragischen Ereignisse in der Kindheit & Jugend nicht zu vergessen: aufgewachsen ohne Mutter, fast vergewaltigt und der Vater stirbt dann auch noch.

 

Auch die anderen Figuren wirkten klischeehaft und/ oder sehr oberflächlich. So zum Beispiel Lord Orrin, der alte Soldat und Ausbilder, der sich von Mary Sue…ähm… ich meine Eryn, auf der Nase  rum tanzen lässt und dann doch später zu einem väterlichen Freund wird.

Story & Stil

Ja leider ist der Schreibstil etwas holprig und bei so mancher Formulierung und Ausdrucksweise habe ich mich gefragt, ob die Autorin jemals vorher einen Fantasyroman gelesen hat. Aber dafür schafft sie es, so gut wie keine Spannung entstehen zu lassen. Es gab zwar auch schöne Szenen, aber die meiste Zeit musste ich mich durch das Buch kämpfen. Was eigentlich auch schade ist, denn die Grundidee war nicht schlecht und man(n) hätte viel draus machen können…

Cover & Gestaltung

Schwert und Mörser auf schwarzen Grund gephotoshopt … sehr kreativ.

Fazit

Ich gebe diesem Buch 4 von 10 ich-weiß-nicht-mal-was-ich-diesem-Buch-geben-soll, was heißt, dieses Buch wird bald einer Zukunft als Tischbeinstütze, entgegen sehen.

Seichte und langweilige Retortenfantasy auf über 800 Seiten, die keinen bleibenden Eindruck hinterlässt… Ich würde die Serie weiter verfolgen, nur leider habe ich nicht so viele wacklige Tischbeine.

 

Über das Buch:

Verlag: Astrid Donaubauer

Autor: A.C. Donaubauer

Erscheinungsjahr: 2016

Seitenzahl: 822 Seiten

Preis:

24, 90 € (Taschenbuch)

5, 49 € (Kindle-Edition)

ISBN: 978-3950405842
Homepage der Autorin:

http://ac-donaubauer.com/

Die Autorin bei Facebook:

https://www.facebook.com/acdonaubauer/

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