Rezension: Femina- Aus dem Leben eines Spermaten von Frank Sezelli

Der Klappentext:

Im matriarchalischen Königreich Femina sind – vor allem wegen des Mangels an Männern, die wegen ihrer biologischen Funktion abwertend Spermaten genannt werden – alle sexuellen Kontakte staatlich reglementiert. Paradoxerweise erhalten sie dadurch ein besonderes Gewicht im gesellschaftlichen Leben. Dies wird durch die nudistische Lebensweise, die wegen der hervorragenden klimatischen Bedingungen in Femina gepflegt wird, zusätzlich unterstützt.
Fahlu kennt nichts anderes und fühlt sich in seiner Heimat Femina durchaus wohl, zumal es eine ganze Reihe junger Frauen gibt, die gern ihren Spaß mit ihm haben. Und dann gibt es noch die dienstlichen Aufträge, die dem Weiterbestehen der Gesellschaft dienen…
Wir begegnen neben Fahlu auch den Frauen Kritana und Heiba, die besondere Rollen in Fahlus Leben spielen. Aber kann sich unter diesen Bedingungen mehr entwickeln? Neben expliziten Schilderungen erregender sexueller Begegnungen ist es die ungewohnte Perspektive des Zusammenlebens der Geschlechter, die den Reiz der Lektüre ausmacht. Sie vermittelt ein Gefühl dafür, dass selbst absurd oder gar inhuman erscheinende Sitten und Gewohnheiten den Beteiligten als durchaus normal vorkommen können, wenn sie damit aufwachsen.

Das sagt der Buecherwyrm dazu:

Was hat sich der Autor nur dabei gedacht? Ich meine, ich mag Erotik in Fantasy-Geschichten, auch gern etwas härter und ausführlicher, aber dieses Buch?! Der Autor hat eindeutig das Genre verfehlt; als Porno bzw als Vorlage für einen solchen, wäre es sicher ein großer Erfolg- aber das sei jetzt mal dahin gestellt.

Bei diesem Werk handelt es sich um eine Ansammlung, von dazu noch plump geschriebenen Sexszenen, verpackt in etwas, was man je nach Standpunkt und mit beiden Augen zugedrückt, als Utopie bzw. als Dystopie verstehen könnte. Selbst von billigsten Pornofilmklischees lässt sich der Autor nicht abhalten; ich sage nur Hausfrau und Elektriker- fehlt nur noch das Stroh.

Auch wer Tiefgang oder Spannung erwartet, ist hier leider falsch. Es war für mich ein echter Kampf, dieses Buch bis zu Ende lesen, lieber hätte ich mich vogonischer Poesie, zugewandt.

Kommen wir zur Buecherwyrm-Buchbewertung:

Ich frage mich grade wie Denis Scheck oder Marcel Reich-Ranicki dieses Buch bewertet hätten, nicht das ich mich mit den beiden vergleichen will, aber ich glaub letzterer würde sich so schnell in seinem Grab umdrehen, dass wenn man einen Dynamo anschließen würde, alle Weihnachtsmärkte zwischen Flensburg und München beleuchten könnte.

Trotzdem gebe ich dem Buch 3 von 10 Liberatoren (wer es sich zumuten will, soll es nachlesen).

Und somit landet dieses Buch ganz tief im Giftschrank, neben dem Godzilla von Roland Emmerich, dem Planet der Affen von 2001 und allen Star Trek Filmen nach Star Trek Nemesis.
Über das Buch:img_20161208_134634

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform

Autor: Franck Sezelli

Erscheinungsjahr: 2016

Seitenzahl: 330

Preis:

8,99 € (Taschenbuch)

3,99€ (Kindle)

ISBN: 978-1530020379

Über den Autor:

Franck Sezelli ist als einziger Junge unter Mädchen und Frauen aufgewachsen. So hat er zeitig erfahren, dass das weibliche keineswegs immer das schwache Geschlecht ist. Er studierte und promovierte an der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät der zweitältesten deutschen Universität. Nach Wehrdienst und Auslandsaufenthalt übernahm er dort Forschungs- und vor allem Lehraufgaben. Der Autor hat vier erwachsene Kinder und lebt heute mit seiner Jugendfreundin, die jetzt seine Ehefrau ist, in Frankreich. Hier erst hat er begonnen, sich dem Schreiben erotischer Texte zuzuwenden.

FB-Seite des Autoren: https://www.facebook.com/FranckSezelli/

2 Kommentare zu „Rezension: Femina- Aus dem Leben eines Spermaten von Frank Sezelli

  1. Sehe momentan öfters mal Werbung auf Facebook zu diesem Buch (Und einem anderen Teil der Reihe(?) und habe mich die ganze Zeit gefragt, ob das ganze besser ist als der übliche „Erotik“-Rotz, den man so auf den Amazon-Publishing-Plattformen findet. Diese Rezension bestätigt meine Befürchtung. Schade, ich fand das Cover-Art eigentlich recht stilvoll und ansprechend und auch die Grundidee einer Gesellschaft, wie sie im Buch beschrieben wird, hätte sicherlich Potenzial zu mehr gehabt. Schade.

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